
Das Rennen ist gelaufen und der Sieger der Aktion "Rassekaninchen des Jahres" steht fest:
Mit vierzehn Prozent aller abgegebenen Stimmen wurden die Blauen Wiener auf den 1. Platz gewählt. Platz 2 belegen die Deutschen Riesenschecken schwarz weiß und Platz 3 die Lohkaninchen schwarz.
Nachfolgend einige Erläuterungen zum Ablauf der Wahl sowie eine Vorstellung der Siegerrasse.
Die Wahl lief von Montag, 15. März, bis Donnerstag, 15. April, 2010. Gewählt werden konnte entweder per Post über die Fachpresse (Kaninchenzeitung, Redaktion Reutlingen) oder über die vom ZDRK eigens eingerichtete Internetseite (www.rassedesjahres.zdrk.de).
Alle Stimmen, die über die Interseite abgegeben werden, liefen beim Webmaster des ZDRK, Michael Lederer, zusammen. Nach Ende der Aktion wurden die abgegebenen Stimmen sowohl in der Redaktion der Fachpresse als auch vom Webmaster des ZDRK ausgezählt und zusammengeführt.
Um zu verhindern, dass von einem Wähler über Internet mehrfach abgestimmt wurde, war die E-Mail-Adresse entscheidend, über die jeweils nur einmal abgestimmt werden konnte. Wenn man versuchte, dort ein zweites Mal abzustimmen, wurde diese Abstimmung nicht angenommen.
Nach Abgabe der Stimme erhielt der Wähler per E-Mail den Hinweis, dass seine Stimme erst dann gültig werde, wenn er einen vorgegebenen Link bestätigt. Damit würde er die von ihm gewählte Rasse, die dann sicherheitshalber noch einmal genannt wurde, zur Rasse des Jahres vorgeschlagen. Weiterhin wurde dem Wähler mitgeteilt, dass er eine weitere E-Mail zur Bestätigung bekommen werde, sobald die Stimme gezählt wurde.
Nachdem der Wähler den vorgegebenen Link bestätigt hatte, erhielt er nach wenigen Minuten eine zweite E-Mail mit der Bestätigung, dass seine Stimme nun für die entsprechende Rasse gezählt wurde und es erfolgte ein Dank für die Teilnahme.
Vor der Wahl war von vielen Züchtern der Wunsch geäußert worden, nachdem in der Vergangenheit die weniger häufig gezüchteten Rassen im Vordergrund standen, nun einmal die stark verbreiteten Rassen zur Wahl zu stellen. Vom ZDRK-Referenten für Schulung und Zuchtwesen, Bernhard Große, wurden deshalb 24 Rassen benannt, die nach seinen Unterlagen aus dem Projekt TGRDEU die Rassen sind, die am häufigsten gezüchtet werden.
Folgende Rassen und Farbenschläge standen zur Wahl:
Deutsche Riesen grau, Deutsche Riesen weiß, Deutsche Riesenschecken schwarz-weiß, Deutsche Widder grau, Helle Großsilber, Blaue Wiener, Rote Neuseeländer, Alaska, Deutsche Kleinwidder grau-weiß, Kleinsilber gelb, Holländer schwarz-weiß, Lohkaninchen schwarz, Zwergwidder weiß Rotaugen, Zwergwidder thüringerfarbig-weiß, Hermelin Blauaugen, Farbenzwerge weißgrannenfarbig- schwarz, Satin-Elfenbein Rotaugen, Satin-Thüringer, Angora weiß, Fuchskaninchen feh-farbig, Blau-Rexe, Gelb-Rexe, Castor-Rexe und Zwerg-Rexe dalmatinerfarbig schwarz-weiß.
Insgesamt wurden 993 Stimmen abgegeben (382 per Briefwahl über die Redaktion in Reutlingen und 611 per Internet).
Die Blauen Wiener bekamen 14 Prozent der Stimmen (139, davon 98 Briefwahl und 41 Internet). Platz 2 belegten die Deutschen Riesenschecken schwarz weiß mit 7,55 Prozent der Stimmen (75, davon 43 Briefwahl und 32 Internet) sehr knapp vor den Lohkaninchen schwarz mit 7,35 Prozent der Stimmen (73, davon 22 Briefwahl und 51 Internet).
In der Reutlinger Redaktion gingen die Stimmen überwiegend wie vorgeschrieben mit dem in der Fachzeitung "Kaninchen" (Ausgabe 4/2010) abgedrucktem Coupon per Brief ein. Dabei waren jedoch auch vier ungültige Stimmen (einmal war keine Rasse angegeben und in drei Fällen waren jeweils pro Block eine Rasse angekreuzt, somit waren also anstatt einer Stimme sechs Stimmen abgegeben worden!). Zu Beginn der Abstimmungsperiode gingen in der Redaktion auch einige Postkarten ein, auf denen lediglich eine Rasse aufgeschrieben war.
Weil hier der vorgeschriebene Coupon nicht verwendet worden war, mussten auch diese Stimmen für ungültig erklärt werden.
Im Internet wurden von einem Wähler aus dem LV Württemberg über sogenannte Kurz-Mailadressen 300 Stimmen für die Farbenzwerge weißgrannenfarbig schwarz abgegeben. Diese Handlung stellte natürlich eine Täuschung dar und nach den festgelegten Regularien durften diese Stimmen ebenfalls nicht gezählt werden!
Teilweise haben auch die Clubs intensiv für diese Aktion geworben und dann clubweise abgestimmt (so z.B. die Schecken- und die Wiener-Club-Züchter).
Nachdem das Ergebnis nun hier in der Fachzeitung veröffentlicht wurde, erfolgt gleichzeitig auch die Bekanntgabe auf der Internetseite "www.rassedesjahres.zdrk.de" Daneben habe ich bereits im Vorfeld das Ergebnis der Wahl mit begleitenden Informationen als Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit nach außen an diverse Fernseh- und Rundfunksender, an die Deutsche Presseagentur (dpa), die meine Meldung an die Redaktionen der einzelnen Tageszeitungen gestreut hat, sowie verschiedene Zeitschriften für Hobbytiere abgegeben.
Hierdurch möchte ich intensiv Werbung für die Rassekaninchenzucht auch außerhalb der Rassekaninchenzüchter machen, um die Akzeptanz für unser Hobby weiter zu erhöhen bzw. um auch eventuell neue Mitglieder für die Organisation zu gewinnen.
Beachten musste ich hierbei den Zeitpunkt der Veröffentlichung, denn die Medien außerhalb unserer Fachpresse durften das Ergebnis keinesfalls vor dem Erscheinen dieser Ausgabe der Fachzeitung veröffentlichen, um nicht das Ergebnis für die Leser vorher auf anderem Wege bekannt werden zu lassen.
Ziel dieser Wahl ist es, Werbung für das Hobby Rassekaninchenzucht zu machen und jedes Jahr erneut auf eine einzelne Rasse ein besonderes Augenmerk zu legen. Beginnend mit der Aktion "Rassekaninchen des Jahres 2010" führte der ZDRK mit seiner besonderen Internetseite "www.rassedesjahres.zdrk.de" selbst die Wahl im Internet durch. Internetplattformen, die diese Aktion unterstützten, sowie LV, KV, Clubs und Vereine setzten einen entsprechenden Banner auf ihre Homepage, der auf diese Aktion hinwies.